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Wie Bayerischer Rundfunk und Grüne in Mittelfranken versuchen, diesen Mann fertigzumachen

von KLAUS KELLE

Der Unternehmer Peter Weber aus dem mittelfränkischen Schwarzenbruck ist das, was man einen netten Kerl nennt. Er ist immer ansprechbar, wenn jemand mit Problemen zu ihm kommt, er ist meistens gut gelaunt, sitzt gern im Sonenschein auf einen Cappuccino vor der nahegelegenen Bäckerei. Und weil er in seinem Geschäft (Immobilien) erfolgreich ist, konnte er über die Jahre immer wieder Menschen in Not oder bei schweren Krankheiten auch materiell helfen. Und wir reden da nicht über 100 Euro.

Wenn es eine Personifizierung des Begriffes Zivilgesellschaft gibt, dann ist das Peter Weber.

Wie gefährlich es heute aber für einen Bürger in Deutschland sein kann, eine klare Haltung einzunehmen, das erlebt Weber in diesen Tagen, da er zur Zielscheibe einer unheiligen Allianz von Grünen und Bayerischem Rundfunk geworden ist. Dazu muss man wissen, dass der streitbare gebürtige Berliner Zeit seines Lebens nie Mitglied einer Partei gewesen ist und einer rechten schon gar nicht. Aber die unübersehbaren Fehlentscheidungen der Bundesregierung in der Flüchtlingskrise mit all den negativen Folgen für dieses Land und seine Bürger hat ihn politisch sensibilisiert.

Es war nach einem Segelurlaub im September des vergangenen Jahres, als der Unternehmer mit Freunden bei einem Glas Wein zusammensaß und bemerkte, dass seine Gesprächspartner immer wieder Formulierungen wählten wie “das kann man ja heute nicht öffentlich sagen”. Und weil man in einem freien Land eigentlich alles sagen dürfen sollte, produzierte Weber mit einfachen Mitteln ein kleines Video, in dem er über den launigen Abend und die Angst seiner Bekannten, sich politisch öffentlich zu äußern, einfach erzählte. Ins Internet gestellt erreichte das Kurzvideo innerhalb einer Woche 2,4 Millionen Zugriffe.

Ermuntert durch das große Interesse aus ganz Deutschlands produziert Weber jetzt immer wieder Videos, in denen er über Flüchtlinge spricht, über den Juso Kevin Kühnert und dessen Verstaatlichungsphantasien oder die Mietpreisschraube. Und bisweilen fordert er Bundeskanzlerin Merkel auch öffentlich höflich auf, doch bitte nun endlich in den Ruhestand zu gehen. Der Zuspruch im Netz ist gewaltig.

Und das wurmt linke Aktivisten in der beschaulichen 8.500-Seelen-Gemeinde Schwarzenbruck. Sie initiierten einen Beschluss des Gemeinderats, in dem man sich von dem vermeintlichen Rechtspopulisten im Ort distanzierte – offenbar ein Beschuss, ohne das irgendjemand sich mal eines dieser Videos vorher angeschaut hatte. Da ist nichts radikal oder extremistisch – da wird engagiert und ohne Schaum vor dem Mund die Politik der Kanzlerin kritisiert. Und das darf man.

Inzwischen hat sich der Gemeinderat von Schwarzenbruck bei seinem Bürger Peter Weber formell entschuldigt – mit Ausnahme der Grünen, versteht sich. Die örtliche Tageszeitung hat ihm einen großen Bericht gewidmet, der seine Motivation und sein Engagement durchaus fair würdigt.

Anders der Bayerische Rundfunk, der gestern Abend im regionalen Fernsehen ein Lehrstück aufführte, das deutschlandweit Teil der Journalistenausbildung werden sollte. Darüber, was Gesinnungsjournalismus ist, und wie seriöse Berichterstattung auf gar keinen Fall funktioniert. Denn dass der Gemeinderat seinen eigenen Beschluss in der Causa Weber kassiert und sich bei ihm entschuldigt hat, ist nicht das eigentliche Thema des Beitrags. Stattdessen wird über “rechte Stimmungsmache” und “Druck von rechts” schwadroniert – einfach weil Weber gewagt hat, sich öffentlich gegen objektve Falschaussagen über seiner Person zur Wehr zu setzen.

Der örtliche Ober-Grüne darf vor laufender Kamera sagen, dass “er nach wie vor keinen Grund dafür” sehe, dass sich der Gemeinderat entschuldigen musste. Toll, oder? Eine echte Nachricht. Ein Grüner sieht keinen Grund…

Hat der öffentlich-rechtliche BR mal den Bürgermeister von der SPD zu dem Vorgang gefragt? Natürlich nicht. Hat er einen von der CSU um Stellungnahme gebeten? Natürlich auch nicht. Und das Beste: Nicht einmal Peter Weber, um den es in dem ganzen Beitrag ja geht, wurde gefragt. Beim BR hieß es, weder der Bürgermeister noch Weber seien bereit gewesen, “vor unserer Kamera zu sprechen”. Also haben wir mal bei Peter Weber angerufen. Seine Aussage: “Der Bayerische Rundfunk hat für diesen Beitrag keinen Kontakt mit mir aufgenommen.”

Dafür entblödet sich der Sender nicht, mit kurzen Bildchen von einem Naziaufmarsch irgendwo in der Republik und einem Bezug zum hinterhältigen Mord rechter Extremisten an dem CDU-Politiker Lübcke in Kassel für den rechten Ton zu sorgen. Was hat das alles mit Peter Weber zu tun?

Und was macht eigentlich der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks beruflich?

Bildquellen

  • Peter_Weber: peter weber

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