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Wenige Masern-Fälle in Bayern: Ministerin ruft dennoch zum Impfen auf

München – Bayern ist in diesem Jahr bislang von einer Masern-Welle verschont geblieben. Insgesamt wurden nur acht Erkrankungen nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldet. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU, Foto) mit. Sie rief zugleich dazu auf, sich gegen die gefährliche Krankheit impfen zu lassen.

Huml betonte: “Auch 2016 war die Masernbilanz in Bayern mit nur 33 gemeldeten Fällen positiv. Das war der niedrigste Stand seit 2004. Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Vielmehr ist es wichtig, noch vorhandene Impflücken zu schließen.”

Die Ministerin fügte hinzu: “Dabei geht es nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um das Allgemeinwohl. Vor allem müssen Säuglinge und Menschen mit geschwächtem Immunsystem geschützt werden, die selbst nicht geimpft werden können. Das sollten auch Impfgegner bedenken.”

Die Ministerin unterstrich: “Masern sind eine hochansteckende Krankheit, die einen sehr schweren Verlauf nehmen kann. In vielen Fällen ist sogar ein Krankenhausaufenthalt nötig. Es kann zu gravierenden gesundheitlichen Spätfolgen kommen. Nur wer geimpft ist, schützt sich und andere.”

Im Jahr 2015 waren insgesamt 164 Masern-Fälle gemeldet worden. Mitte Januar 2017 hatte Huml eine weitere Impfoffensive gegen Masern gestartet. Dabei wurde mit dem preisgekrönten Kino-Spot mit dem Titel “Masern – keine harmlose Kinderkrankheit” auf Bildschirmen in Bahnhöfen und Einkaufszentren für die Masern-Impfung geworben. Auch die bayerischen Gesundheitsämter wurden dadurch bei regionalen Aktionen wie Informationsveranstaltungen und Impfberatungen vor Ort unterstützt. Diese laufen noch bis Ende März.

Bildquellen

  • Impfung_3: pixabay

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