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Valentin-Orden für Andreas Gabalier: Da schäumt der linke Mainstream

MÜNCHEN – Der Mann ist für den linksgrünen Mainstream in Deutschland die reine Provokation – doch er bleibt so cool in seiner “Lederhos’n” zur Smoking-Jacke. Der Volks-Rock’n Roller Andreas Gabalier ist am Samstag mit dem Karl-Valentin-Orden der Münchner Faschingsgesellschaft “Narrhalla” ausgezeichnet worden. Im Deutschen Theater herrschte beste Stimmung. “Die Themen Deiner Songs und Deine Texte sind das Geheimnis Deines Erfolgs“, schwärmte Deutschlands Ur-Rock’n Roller Peter Kraus, stolze 79 Jahre alt, der die Laudatio hielt.

Im Vorfeld der Preisverleihung hatte es viel Wirbel um die Ehrung gegeben, denn Gabalier sei angeblich homophob, frauenfeindlich und – wohl das Schlimmste – sogar rechtspopulistisch. Das behauptete jedenfalls Sabine Rinberger vom Münchner Valentin-Karlstadt-Museum. Und im Übrigen hätten Gabaliers Lierder wie “Hulapalu” nichts mit Karl Valentin zu tun. Und dann goss auch noch Österreichs Vizekanzler Hans Christian Strache mit einer Solidaritätserklärung aus Wien Öl ins Feuer, denn Strache gehört zur FPÖ, und die ist – Achtung! – auch “rechtspopulistisch”. Fehlt nur noch ein ARD-Brennpunkt über Rechtspopulismus in München…

Aber ernsthaft, mit seinen Liedern wie „So liab hob i di“ ist Gabalier beim schlechtesten Willen kaum eine extreme politische Anschauung anzudichten. Seine Fans tragen keine Springerstiefel, sondern Dirndl und Lederhosen. Und das ist (noch) erlaubt.

Gabalier wurde gefeiert in München und gab den linken Spaßbremsen die richtige Antwort: “Wenn alle Leute so tolerant wären wie ich, dann hätten wir auf dieser Welt überhaupt keine Sorgen.”

Bildquellen

  • Andreas_Gabalier: bayern.jetzt

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