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Prozess gegen drei Asylbewerber nach Prügelorgie in Amberg

AMBERG – In der kreisfreien Stadt Amberg, westlich von Nürnberg gelegen, wohnen gut 40.000 Einwohner. Es gibt eine Stadtbibliothek, Landschaftsschutzgebiiete und ein Militärmuseum. Und den Segelflugplatz Rammertshof. Und natürlich die Siemens AG, die 5.000 Mitarbeitern Arbeit und mit der Produktion elektromechanischer Schaltgeräte und speicherprogrammierbarer Steuerungen ein anständiges Auskommen für ihre Familien bietet.

Doch am 29. Dezember des vergangenen Jahres rückte Amberg kurz in den Blickpunkt des bundesweiten Interesses, als drei junge Asylbewerer zweieinhalb Stunden lang durch die Stadt zogen und wahllos auf zufällig vorbeikommende Passanten einschlugen. „Wenn du Eier hast, schlägst du ei­nen Erwachsenen“, soll ein 17-jähriger Iraner seinen afghanischen Kumpel Mostafa G. (ebenfalls 17) aufgefordert haben. Und dann ging es los.

Zusammen mit zwei weiteren Afghanen (18 und 20 jahre alt) streifte Mostafa durch die Stadt und verletzten dabei 15 Unschuldige. Sie beschädigten ein Auto und beleidigten herbeigerufene Polizeibeamte („du Pisser“). Einen zufällig vorbeikommenden Farbigen schlugen sie mit Fäusten und fragten höhnisch “Scheiß Nigger, willst du Stress?”

26 Verhandlungstage sind für den Prozess anberaumt, der heute begann. Staatsanwältin Jennifer Jäger listete vor Gericht frühere Gewalttaten dieser Gäste unseres Landes auf, etwa als einer dem Leiter ihrer Wohngruppe drohten, ihn umzubrigen, wenn er das volle Taschengeld nicht ausbezahle. Einem anderen hatten sie auf dem Domplatz eine Flasche über den Kopf geschlagen.

Heute ließen die Angeklagten ein Geständnis und eine Entschuldigung bei den Opfern verlesen. Wie zu hören ist, haben Staatsanwaltschaft, Rechtsanwälte und Gericht bereits einen Deal ausgehandelt. Nur einer der Angeklagten soll für kurze Zeit in Haft kommen.

Bildquellen

  • Amberg: pixabay

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