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Politischer Aschermittwoch: Die CSU hat das Wahlergebnis vom September 2017 verstanden

Passau – “Aus Bayern kommt nur Gutes für Deutschland”, versprach der neue Spitzenkandidat der CSU für die Landtagswahl im Herbst. Und der heißt Markus Söder. Mit einer kämpferischen Rede beim traditionellen politischen Aschermittwoch seiner Partei in Passau, gelang es dem Franken, seiner bei der Bundestagswahl 2017 arg gebeutelten Partei wieder Siegeszuversicht einzuhauchen – und das mit klaren Aussagen, wie man sie aus der Union zuletzt nur selten gehört hat. So könne es nicht angehen, dass Flugzeuge gechartert werden, in denen zehn Flüchtlinge von 100 Polizisten in ihre Heimatländer zurückgebracht würden, obwohl eigentlich Tausende rechtskräftig abgelehnte Asylbewerber abgeschoben werden müssten. Söder: “So macht sich unser Rechtsstaat lächerlich.” Und an die Adresse derjenigen, die die ausgestrechte “Hand der Versöhnung” ausschlagen und Gewalttaten begingen, sagte Söder: “Wer unser Land nicht will, der muss auch nicht hier bleiben.”

In seiner mehr als einstündigen Rede stellte der CSU-Politiker in Aussicht, die christliche Prägung Bayerns in der Landesverfassung zu verankern und in allen staatlichen Gebäuden Kreuze aufzuhängen: “Ich möchte, dass wir uns mehr bekennen zu den Symbolen, die uns ausmachen.” Es gäbe in der Landesverfassung kein klares Bekenntnis zur christlich-abendländischen Prägung. Das müsse geändert werden. Und weiter: “Jeder, der bei uns leben will, muss sich am Ende unseren Werten, Sitten und Gebräuchen anpassen und nicht umgekehrt.”

Bildquellen

  • CSU_Aschermittwoch_2018: kelleCOM

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