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MEHR 2020: Von der Ästhetik des christlichen Glaubens

Von KLAUS KELLE

AUGSBURG – „Gibt es hier jemanden, der sich traut zu sagen, ER ist für meine Sünden gestorben?“ Samuel Kochs rhetorische Frage beantworteten gestern Tausende in einer Messehalle in Augsburg mit einem lauten „Ja!“. Der Auftritt des jungen Schauspielers, der bundesweit bekannt nach einem dramatischen Unfall in der Fernsehshow „Wetten dass..?“ im Jahr 2010 wurde und seither an einen Rollstuhl gefesselt ist, markierte einen ersten Höhepunkt der Gebetskonferenz MEHR 2020.

12.000 vornehmlich junge Christen aus dem deutschsprachigen Raum sind der Einladung von Johannes Hartl, des katholischen Theologen und Gründers des Gebetshauses in Augsburg gefolgt, Gottes Wort zu hören, IHN zu preisen und Gottesdienst zu feiern. Schon zum zwölften Mal findet die ökumenisch ausgerichtete MEHR statt. Und jedes Mal kommen mehr.

Hauptredner des Festivals ist Hartl selbst, ein begnadeter Prediger, der von der Idee getrieben ist, die innere Schönheit des christlichen Glaubens auch äußerlich durch einen ungemein ästhetischen Auftritt abzubilden. Die gewaltige Messehalle ist in bunte Farben getaucht, große Videobildschirme hängen überall, auf denen die Texte der Lieder und die Vorträge übertragen werden. Hier passt alles, die Teilnehmer, die Musik, das Licht – mitreißend. Und Tausende Menschen hocken zuhause vor dem Computer und verfolgen das Programm per Livestream im Internet.

„Colors of hope“ (Farben der Hoffnung), so ist das Großtreffen in diesem Jahr überschrieben, angelehnt an dem Brief an die Epheser, wo von der „vielfarbigen Weisheit Gottes“ geschrieben steht. In unserer schnelllebigen Zeit, sehnten sich immer mehr Menschen nach harmonischen Beziehungen. Und Gott – so Hartl – biete ihnen ein „dreifaltiges Liebesangebot“ an: zu sich selbst, seinen Mitmenschen und Gott.

Bildquellen

  • MEHR_2020: gebetshaus augsburg

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