Wirtschaft, Politik und Leben in Bayern

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KOMMENTAR: Was wir aus Bamberg und Donauwörth lernen sollten

von KLAUS KELLE

Sieben sogenannte “Ankerzentren” gibt es derzeit im Freistaat Bayern, das sind Erstaufnahmeeinrichtungen, in denen Flüchtlinge aufgenommen und versorgt werden, bis ihre beschleunigten Adsylverfahren abgeschlossen werden. In der Einrichtung im fränkischen Bamberg, in der gestern Morgen junge Männer aus Eritrea Feuer gelegt und Polizisten mit Eisenstangen angegriffen haben, ist Platz für 3.400 Menschen. Zur Zeit sind 1.250 Asylbewerber dort untergebracht.

Die Idee, Ankerzentren einzurichten, ist im Grunde richtig. Der Zustand, dass hierzulande Tausende Asylbewerber unterwegs sind, und keiner so richtig weiß, wer sie sind, woher sie stammen und vor allem wo sie gerade sind, ist unhaltbar. Auf der anderen Seite birgt die kasernierte Unterbringung in zentralen Flüchtlingsheimen das Risiko, dass es zu solchen gewalttätigen Ausbrüchen wie gestern kommt. Auch im Flüchtlingsheim in Donauwörth gab es immer wieder Probleme mit randalierenden Gruppen, die nur mit einem großen Polizeiaufgebot unter Kontrolle zu bringen waren.

Sollen wir uns also an solche Gewaltexzesse gewöhnen? Wollen wir das Problem einzig auf die Polizeibeamten abwälzen, die einen hohen Preis für das allgemeine Gutmenschentum in Deutschland zahlen? Oder wollen wir das Problem konsequent an der Wurzeln packen? Sichere Herkunftsländer wie Marokko oder Tunsesien endlich auch zu sicheren Herkunftsländern erklären und Asylbewerber von dort erst gar nicht mehr nach Deutschland einreisen lassen. Und abgelehnte Asylbewerber konsequent abschieben! Und Länder, die ihre Bürger nicht zurücknehmen wollen, konsequent vom Wirtschaften mit dem reichen Deutschland ausschließen. Es ist eigentlich alles ganz einfach, wenn man will…

Bildquellen

  • Gitter_Asyl: pixabay

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