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Joachim Herrmann (CSU): “Wir stehen hinter unseren jüdischen Mitbürgern”

ERLANGEN – Beim heutigen Neujahrsempfang der Jüdischen Kultusgemeinde in Erlangen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betont, dass er und die gesamte Bayerische Staatsregierung alles in ihrer Macht stehende dafür tun, dass sich alle jüdischen Bürgerinnen und Bürger in unserem Land sicher und zuhause fühlen können – heute und in Zukunft. Zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana, das vor wenigen Tagen gefeiert wurde, wünschte er alles Gute und “Masel tov!” (Hebräisch für: “Viel Glück!”). Herrmann versicherte: “Wir stellen uns als starke und verlässliche Partner stets hinter unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und unternehmen alles Menschenmögliche dafür, dass sie in Erlangen und ganz Bayern sicher und in Frieden leben können. Auf dass jüdisches Leben in unserem Land auch in Zukunft blühen und gedeihen möge!” +++

Dank jüdischer Gemeinden wie hier in Erlangen sei jüdische Kultur in Bayern wieder fest verwurzelt und ein unverzichtbarer Teil des Landes. “Wenn ich mich hier bei Ihnen umsehe, sehe ich eine lebendige und dynamische jüdische Gemeinde, die sich selbstbewusst und segensreich in unsere Gesellschaft einbringt.” Dafür bedankte sich Herrmann herzlich. Umso trauriger stimme es ihn, dass vor allem im Netz offen Hass verbreitet und gegen Juden gehetzt werde. “Aber auch auf der Straße werden unsere jüdischen Mitbürger bisweilen Opfer menschenverachtender Übergriffe und an einigen Schulen werden jüdische Kinder ausgegrenzt und gemobbt”, bedauerte Herrmann. Hinzu komme eine Verrohung auch der politischen Sprache: Die Shoa werde zum “Vogelschiss” unserer Geschichte verharmlost und das Holocaust-Mahnmal in Berlin als “Denkmal der Schande” diffamiert. “All diese schrecklichen Äußerungen und Ereignisse machen mich zutiefst betroffen und erfüllen mich mit großer Wut. Als bayerischer Innenminister garantiere ich Ihnen: Diesen Hass und die Gewalt gegen unsere jüdischen Mitbürger werden wir in Bayern niemals dulden. Wir geben weder rechtsextremem, noch linksextremem, noch islamistischem Antisemitismus auch nur einen Millimeter Platz”, so Herrmann. Es gehöre zu den fundamentalen Grundwerten unserer Gesellschaft, seine Religion frei und ohne Gefahr ausüben zu können.

Bildquellen

  • Kippa: pixabay

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