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Internationales Prayerfestival in Marienfried: Jesus Christus im Gebet persönlich erleben

MARIENFRIED/NEU-ULM – Mit einer Heiligen Messe endete heute das Internationale Prayerfestival (IPF) in der Gebetsstätte Marienfried. Alljährlich versammelt die katholische Jugendbewegung “Jugend 2000” hier bis zu 1.500 junge Christen zu einem Zeltlager. Die Kirche anders erleben, Gott und Jesus im Gebet persönlich begegnen – das ist die Motivation der Bewegung, die 1990 gegründet wurde, nachdem Papst Johannes Paul II beim vorhergehenden Weltjugendtag zur Neuevangelisierung der Welt aufgerufen hatte.

Gott? Neuevangelisierung? Für die Progressiven, die Atheisten, die politische Linke muss das wirken wie ein Albtraum. Fünf Tage Spaß und Gemeinschaft, getragen durch den Glauben an Gott und die Liebe zu Jesus Christus. Wir sind die, vor denen uns die 68er immer gewarnt haben, könnte man das überschreiben, was in Marienfried und vielen anderen Orten stattfindet.

Jeden Morgen um 7.30 Uhr geht’s los: Wecken, Frühstücken, Lobpreis, Vorträge, Rosenkranz, Heilige Messe. Und das alles nicht verstaubt, sondern zeitgemäß, kompatibel für junge Menschen, die junge Kirche von Morgen. Gebeichtet wird und viele Teilnehmer zieht es in später Nacht noch ins von Kerzenschein erleuchtete Großzelt, in dem das Allerheiligste ausgestellt ist. Und da sitzen die 16-, 20- und 30-Jährigen im Zwiegespräch mit ihrem Gott, beten oder lassen einfach nur ihren Gedanken freien Lauf.

In den Workshops diskutieren die jungen Leute über die “Berufung zum Elternsein” oder die Frage, woran man erkennt, dass Gott wirklich existiert. Wie betet man richtig? “Playstation oder Praystation?”, so heißt ein Workshop, der sich mit “games” beschäftigt, mit Minecraft und Mario Kart. Der katholische Publizist Klaus Kelle ist dabei mit einem Vortrag über das Mannsein, Caroline Stollmeier berichtet von praktischen Beispielen aus der Schwangerenberatung und Pfarrer Andreas Baum lädt auf dem Rasenplatz zum Kicken ein.

Und alles ist so unglaublich jung. Wer wissen will, wie man mit innerer Freude seinen Glauben findet und entwickelt, der sollte mit seinen Kindern zu so einem Prayerfestival fahren. Oder zu Nightfever-Veranstaltungen, zur Gemeinschaft Immanuel, zum Regnum Christi, zu den MEHR-Konferenzen in Augsburg. Die Kirche, zumal die katholische ist erledigt? Noch lange nicht. Aber sie verändert sich, so wie sich bei den Protestanten die Freikirchen immer mehr zu den Orten entwickeln, wo der christliche Glaube intensiv gelebt wird. Auch heute noch in Deutschland im Jahr 2019.

Bildquellen

  • Prayerfestival_2019: ipf

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