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Hier wurden die Mitglieder der “Weißen Rose” hingerichtet: 125 Jahre Knast Stadelheim

MÜNCHEN – Die Justizvollzuganstalt München feiert heute ihren 125. Geburtstag. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) in seinem Grußwort: “Die Justizvollzugsanstalt München hat sich in den vergangenen 125 Jahren vom sogenannten Strafvollstreckungsgefängnis zu einer modernen Einrichtung gewandelt. Der Vollzug der Freiheitsstrafe dient dem Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten. Eine weitere wichtige Aufgabe des Vollzugs ist die Resozialisierung. Die Aufgabe, die Gefangenen auf ein straffreies Leben nach der Haft vorzubereiten, ist eine verantwortungsvolle und wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft.”

Die Justizvollzugsanstalt München sei mit 14 Hektar und Platz für über 1.400 Gefangene die größte Justizvollzugsanstalt in Bayern und eine der größten Anstalten Deutschlands. “Die JVA München ist moderne Justizvollzugsanstalt, Gedenkstätte und ein Stück Zeitgeschichte”, so der Justizminister weiter. In der NS-Zeit erlangte die Anstalt durch die Hinrichtung der Mitglieder der Weißen Rose traurige Bekanntheit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Eisenreich: “Der heutige Tag ist auch ein Tag, an dem wir besonders der mutigen Frauen und Männer des deutschen Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime gedenken. Es freut mich, dass seit 1974 hier eine Gedenkstätte an die Opfer der Gewaltherrschaft von 1933 bis 1945 erinnert.”

Der Justizminister betonte ferner die große Herausforderung, die mit dem NSU-Prozess für die Anstalt verbunden war. “Es war eine gewaltige Leistung, organisatorisch und logistisch. Ganz im Stillen war die Justizvollzugsanstalt München ein entscheidender Baustein in einem der größten Strafprozesse der Geschichte der Bundesrepublik.”

Bildquellen

  • stadelheim_jva: stadt muenchen

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