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Goldschätze und Kobolde: AWO-Kinderhaus in Bayern will bewusst kein Ostern feiern

Markt Schwaben – Bayern und katholische Traditionen – das gehört untrennbar zusammen, sollte man meinen. Doch die Wirklichkeit sieht auch im schwarzen Süden Deutschlands ganzn anders aus. Das AWO-Kinderhaus in Markt Schwaben lässt in diesem Jahr das Osterfest ausfallen. In der Einrichtung pflegt man einen sogenannten “Kalender der Kulturen”, in den alle möglichen Feste und Feiertage aus aller Welt eingetragen werden. In einem “Elternbrief” teilte die Leitung der Einrichtung nun mit, man werde “anstelle des Osterfestes” in diesem Jahr des irischen Nationalheiligen gedenken und “ein kleines Projekt zum St. Patrick’s Day durchführen.”

Im Oberbayerischen Volksblatt (OVB) wird Geschäftsführerin Ulrike Bittner zitiert: „Wir sind ein überkonfessioneller Träger und feiern alle Feste.“ Und dann noch einen drauf: „Die Religion hat zuhause bei den Eltern stattzufinden.“ Man werde den Kindern auch die biblische Geschichte des Osterfestes erzählen, „sondern, warum der Osterhase kommt.“

Viele Eltern sind damit nicht einverstanden. Nicht dass man etwas dagegen habe, den irischen St. Patrick’s Day zu würdigen, aber der Verzicht auf Ostern in einer Kindertageseinrichtung in Bayern sei nicht akzeptabel. Eine Mutter wird in der Lokalzeitung zitiert, dass es auch in der Vergangenheit schon Streit gegeben habe, zum Beispiel als der St. Martins-Umzug zu einem “Lichterfest” umbenannt wurde. Viele Eltern wünschen, dass ihren Kindern auch bei der AWO christliche Werte vermittelt würden.

“Typisch AWO” kommentierte der örtliche katholische Pfarrer Herbert Walter die Posse. Er vermutet, dass “man bewusst einen Gegensatz zum christlichen Glauben setzen will”. Das sei bei der AWO “mittlerweile System”. Und weiter: „Die bekommen ja alle mit, dass überall Ostern gefeiert wird, nur bei ihnen nicht.“ Und damit nicht genug: Im Elternbrief der Einrichtung schreibt die Leitung: „Damit die gewohnte Ostereiersuche nicht komplett ausfällt, werden wir stattdessen nach Goldschätzen der Kobolde suchen.“

Bildquellen

  • Osterkorb: pixabay

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