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Gewaltexzesse in Ostbayern: Nichts ist gut in der Flüchtlingspolitik

von KLAUS KELLE

AMBERG – Wir gehen zum Alltag über. Das neue Jahr hat begonnen. Die Narrhalla Rot-Gelb Amberg feierte die traditionelle Sivestergala, dieses Jahr unter dem sinnigen Motto “Dschungel”. Man hat sich bestens amüsiert. Doch im ostbayerischen Amberg kam es am frühen Samstagabend zu Szenen, die exemplarisch für jeden zeigen, dass nichts “unter Kontrolle” ist und dass der Herbst 2015 nicht ein kurzfristiger Kontrollverlust des Staates war, sondern dass die Flüchtlingspolitik der Regierung Merkel Menschen in Deutschland bis heute Schaden zufüget, mal mehr und mal weniger, aber an jedem einzelnen Tag. Und es ist kein Ende abzusehen.

Sechs junge Asylbewerber begannn gegen 18.30 auf dem Vorplatz des Bahnhofs wahllos auf Passanten einzuschlagen und zu treten. Erstes Opfer war ein 13-jähgriger Junge, den sie ohne jeden Anlass in den Bauch schlugen, dann kam ein 29-Jähriger mit Schlägen ins Gesicht dran. Wahllos prügelten die Schläger aus Syrien, Afghanistan und dem Irak auf Menschen ein, die einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Einige versuchten zu entkommen, doch die jungen Gäste unseres Landes, rannten ihnen nach, warfen ihre Opfer zu Boden, prügelten und traten erbarmungslos auf sie ein. Wenn der Begriff Hetzjagd angebracht ist, dann für diesen Gewaltexzess. Einen Mann schubsten sie am Bahnhof eine Treppe herunter.

Die Schläger liefen dann weiter in die Altstadt, wo sie endlich von Polizeibeamten gestoppt werden konnten, vier Burschen zwischen 17 und 19 Jahren, keiner wohnt in Amberg. Warum sie an diesem Samstag ausgerechnet in die Stadt mit den vielen kleinen Brauereien kamen, ist bisher nicht bekannt. Die Polizei informierte inzwischen, dass sie unter Alkoholeinfluss standen.

Natürlich wird keine Bundeskanzlerin die “Hetzjagden” von Amberg thematisieren oder gar bedauern. Der neue Verfassungsschutzpräsident sicher auch nicht. Und “Feine Sahne Fischfilet” wird nicht auf einem Solidaritätskonzert auftreten, das live von der ARD ausgestrahlt wird. Schon allein, weil niemand ein solches Solidaritätskonzert organisiert. Und würde es jemand tun, müsste er sich vorhalten, Rassist oder Nazi zu sein.

Oberbürgermeister Michael Cerny (54, CSU) hat sich inzwischen öffentlich zu Wort gemeldet. Es dürfe nicht verallgemeinert werden, und “diese Idioten” würden “den friedlichen und engagierten Asylbewerbern einen Bärendienst” erweisen.

Bildquellen

  • Polizei_2: likemag

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