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DDR-Weltklasseschwimmer Roland Matthes in Wertheim gestorben (69)

WERTHEIM – Der Leistungsschwimmer und viermalige Olympiasieger Roland Matthes ist nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren in Wertheim gestorben. Der aus Thüringen stammende Sportler blieb in den Jahren zwischen 1967 und 1974 national wie international auf den Rückenstrecken ungeschlagen. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko und 1972 in München errang er jeweils zwei Goldmedaillen. Mit acht Olympiamedaillen insgesamt zählt der sieben Mal als “Sportler des Jahres” ausgezeichnete Matthes in der Bestenliste deutscher Olympioniken zu den erfolgreichsten Athleten.

Nach dem Zusammenbruch der DDR 1989 verließ Matthes Thüringen, um in der Bundesrepublik (zunächst Kaiserslautern) sein Glück zu suchen. In seiner Erfurter Heimat war er als “Privilegierter” angefeindet worden. Später versöhnte sich seine Heimatstadt mit dem Athleten. Im April 2011 wurde die vorherige Südschwimmhalle dort in “Roland Matthes Schwimmhalle” umbenannt. Zahlreiche Fans feierten damals “ihren Roland”.

Nach dem erfolgreich absolvierten Medizinstudium eröffnete Matthes in Marktheidenfeld eine eigene orthopädische Praxis. In den letzten Jahren bis zu seinem Tod lebte er sehr zurückgezogen.

Bildquellen

  • roland_matthes: stadt erfurt

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