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CSU-Landtagsfraktion berät über Konsequenzen aus Wahlpleite

München – Nach schweren Gesprächen mit Parteivorstand und Berliner Landesgruppe will CSU-Chef Horst Seehofer heute mit der bayerischen Landtagsfraktion über die Pleite bei der Bundestagswahl diskutieren.

Vor dem Treffen im bayerischen Landtag hatten mehrere Mitglieder der 101-köpfigen Fraktion Seehofers Rücktritt gefordert, ihrer Meinung nach sollte Finanzminister Markus Söder den Parteivorsitz übernehmen. Seehofer selbst hatte mehrfach einen Rücktritt ausgeschlossen und den Parteitag im November zum einzigen Ort für Personaldiskussionen auserkoren.

Der ehemalige Vorsitzende Erwin Huber widersprach Seehofer und verlangte eine offene Debatte. Es dürfe keine Rede- und Denkverbote geben, sagte Huber im ZDF-«Morgenmagazin».

Huber empfahl Seehofer, eine Dialogreihe in allen CSU-Bezirksverbänden zu machen: «Man sollte die Parteibasis zu Wort kommen lassen. (…) Ich empfehle uns mehr Nachdenklichkeit, auch mehr Demut.» Im Wahlkampf habe es der Partei an Glaubwürdigkeit gefehlt. «Wir müssen versuchen, eine Spaltung und Polarisierung innerhalb der CSU zu vermeiden», sagte Huber. Mit Blick auf die Landtagswahl 2018 ergänzte er: «Es gehört nicht zur DNA der CSU, dass wir automatisch die absolute Mehrheit bekommen.» (dpa)

Bildquellen

  • Seehofer: dpa

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