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Coronavirus: Bayern, Bund und Hessen intensivieren Kontrollen

MÜNCHEN – Flugreisende aus China werden nach ihrer Ankunft in Bayern und Hessen ab jetzt noch genauer als bisher nach einem möglichen Coronavirus-Kontakt befragt. Ein entsprechendes Verfahren hatte das Bundesgesundheitsministerium auf Grundlage von Empfehlungen des EU-Gesundheitsministerrats angeordnet. Aktuell gibt es Direktflüge aus China nur nach Bayern und Hessen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: “Wir müssen bei der Einreise aus China wissen, wer Kontakt mit infizierten Patienten hatte und wer aus Infektionsgebieten kommt. Das ermöglicht eine konkrete Testung am Flughafen. Das ist eine der Lage angemessene Methode, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Europa zu verhindern.”

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ergänzte: “Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität. Deshalb freue ich mich, dass wir uns konstruktiv mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem hessischen Sozialministerium abstimmen konnten, um eine bundeseinheitliche Regelung zu erreichen.”

Konkret werden Flugreisende aus China ab heute befragt, ob sie Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten oder sich im Infektionsgebiet aufgehalten haben. Der Bund hat dazu die aus China (einschließlich Hongkong und Macau) ankommenden Fluggesellschaften verpflichtet, zusätzlich zur bisherigen Aussteigekarte eine aus drei Fragen bestehende Selbstauskunft auszufüllen, die gemeinsam mit einem mehrsprachigen Informationsblatt an Bord verteilt werden muss. Bereits jetzt sind Flugkapitäne verpflichtet, Personen an Bord zu melden, die offensichtlich krank sind oder eine ansteckende Krankheit haben könnten. Mit der Selbstauskunft erhält die Flugzeugbesatzung eine zusätzliche Entscheidungshilfe für eine solche Meldung. Sollte eine solche Person gemeldet werden, wird der Medizinische Dienst am Flughafen informiert, ein Arzt untersucht den Passagier an Bord und entscheidet über das weitere Vorgehen.

Nachdem die Lufthansa ihre Direktflüge von und nach China bis zum Ende des Winterflugplans eingestellt hat und auch die Direktflüge chinesischer Fluggesellschaften nach Düsseldorf und Berlin ab dem Wochenende eingestellt werden, bestehen direkte Verbindungen zwischen China und Deutschland nur noch über die Flughäfen Frankfurt am Main und München. Sie verfügen über die nötige besondere Infrastruktur am und um den Flughafen, um potenziell infektiöse Passagiere zu transportieren, zu diagnostizieren und klinisch zu versorgen.

Bildquellen

  • Coronavirus: pixabay

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