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Christlich-Konservativ bleibt auch in Zukunft der Maßstab in Bayern

von KLAUS KELLE

MÜNCHEN – Die mediale Begleitmusik zur bayerischen Landtagswahl ist in meinen Augen spannender als das eigentliche Ergebnis der Wahl. Dass die CSU nach dem Hickhack um die Flüchtlingspolitik und dem Dauerkonflikt zwischen Parteichef Seehofer und Kanzlerin Merkel eine herbe Klatsche kassieren würde, war jedem Zeitungsleser klar. Und dass der Freistaat nicht untergeht oder zu einer sozialistischen Räterepublik verkommt, ist auch keine Überraschung. Ob jetzt noch Horst Seehofer zurücktritt oder gestürzt wird, oder wieso die AfD “nur” zehn Prozent hat – damit können sich die SPIEGEL ONLINE-Redakteure beschäftigen.

Festzuhalten ist: Markus Söder bleibt Ministerpräsident, die CSU bleibt mit Abstand die stärkste Partei und wird jetzt mit den Freien Wählern von Hubert Aiwanger eine neue bürgerlich-konservative Regierung bilden. Rechts davon ist nun auch die AfD im bayerischen Landtag angekommen, die so zerstritten ist, dass sie sich vor der Wahl nicht einmal auf einen Spitzenkandidaten einigen konnte. Und die sich dann – gerade einen Tag nachdem Parteirechtsaußen Björn Höcke in Thüringen zum AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2019 gewählt wurde – wundert, dass niemand mit ihr sprechen will. Der Vollständigkeit halber soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch die bürgerliche FDP in den Landtag zurückgekehrt ist, anders als die Linke (vormals SED), die erneut scheiterte. Und der Vollständigkeit halber soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass die SPD erneut die Fünf-Prozent-Hürde deutlich überwunden hat.

Die Grünen haben zehn Prozent hinzugewonnen, die SPD hat zehn Prozent verloren. Und weiter? Nichts Neues in Bayern. Christlich-Konservativ ist weiter Trumpf für die nächsten Jahre. Die Bayern haben klug und richtig entschieden.

Bildquellen

  • Wahlergebnis_Grafik: ard

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