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Bayerischer Kultusminister diskutierte mit Gender-Kritikern

München – Unter Menschen, die gleiche Grundüberzeugungen haben, kann man sich auch über strittige Themen verständigen. Das zeigte sich gestern im bayerischen Kultusministerium, wo Minister Dr. Ludwig Spaenle (CSU) zu einem eineinhalbstündigen Arbeitsgespräch über den Entwurf für eine Richtlinie zur Familien- und Sexualerziehung an bayerischen Schulen eingeladen hatte. Die Elternaktion Bayern unter Führung von Hedwig von Beverfoerde, die schon die massiven Proteste in Stuttgart im vergangenen Jahr gegen die Frühsexualisierung von Schulkindern initiiert hatte, hatte um ein solches Gespräch gebeten. Mit dabei war die Frauenrechtlerin Birgit Kelle, Vorsitzende des Vereins “Frau 2000plus”, und Gender-Experte Prof. Manfred Spieker.

Im Mittelpunkt der Diskussion, die durchaus temperamentvoll aber mit großer Sachlichkeit geführt wurde, standen die Themenkomplexe „sexuelle Orientierung“ und „sexuelle Identität“ in dem Papier der Landesregierung. Nach Überzeugung der Elternvertreter ist es grundsätzlich nicht Aufgabe der Schule, dafür zu sorgen, dass Schüler ihre sexuelle Identität entdecken, übrigens ein unwissenschaftlicher, nicht definierter Begriff. Die Elternaktion fordert deshalb, diesen Themenkomplex in den Planungen des Kultusministeriums komplett zu streichen.

Die Elternaktion möchte bei der bayerischen Staatsregierung das Bewusstsein schärfen, um was es bei der Gender-Ideologie und dem Begriff „Sexuelle Vielfalt“ geht. Nicht in allen Fragen waren sich die Teilnehmer einig. Spaenle sagte aber zu, sich mit dem überreichten Forderungskatalog der Initiative und der Analyse von Birgit Kelle (hier) eingehend zu befassen und dazu Stellung zu nehmen.

Bildquellen

  • kultusminister-dr-spaenle-am-12-09-2016_gruppenbild: bayerisches Kultusministerium

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