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Forensik-Ausbrecher auf Facebook: Wir tun Niemandem weh….

Parsberg (Lkr. Neumarkt) – Die beiden gestern Morgen gegen 3.15 Uhr aus der Forensik des Bezirksklinikums Parsberg geflohenen Patienten Ronny Fiedler und Justin Schöffmann bleiben weiter unentdeckt. Einer der beiden Männer meldete sich jetzt auf Facebook öffentlich zu Wort. Gemeinsam mit einem weiteren Insassen hatten die Flüchtigen zwei Angestellte der Klinik überwältigt, gefesselt und in einer Toilette eingesperrt. Sie erzwangen vom Pförtner die Öffnung der Kliniktür und flüchteten mit einem PKW, dessen Schlüssel sie zuvor einem der Angestellten abgenommen hatten. Der dritte Mann blieb in der Klinik und erklärte später, er sei von den beiden anderen zum Mitmachen gezwungen worden.
Trotz einer sofort eingeleiteten Großfahndung mit Hubschraubereinsatz gelang es Fiedler und Schöffmann, zu entkommen. Sie sind vermutlich mit einem PKW der Marke Kia Rio unterwegs, amtliches Kennzeichen NM-CK 666.
Eine ungewöhnliche Wendung nahm der Fall nun durch Einträge auf der Facebook-Seite der Nürnberger Zeitung. Dort meldete sich Justin Schöffmann mit einem Posting zu Wort, in dem es heißt: „…wir tun auf jedenfall niemandem weh oder so“. Trotz dieser beruhigenden Zusage bitte die Polizei die Bevölkerung weiter um Mithilfe, die beiden Ausbrecher wieder einzufangen.
Die beiden können wie folgt beschrieben werden:

Ronny Fiedler: 186 cm groß, schlanke Statur, kurze rotblonde Haare, linker Zeigefinger fehlt, Tätowierungen an den Armen
Justin Schöffmann: 182 cm groß, kräftige Statur, kurze braune Haare, mehrere Tätowierungen

Beide Patienten können – auch nach ärztlicher Einschätzung- in der Fluchtsituation potentiell gefährlich sein, was auch das Vorgehen gegen die beiden Angestellten beweist. Die beiden Männer sind wegen Eigentumsdelikten in der geschlossenen Einrichtung untergebracht.

Bei Antreffen der beiden Personen wird gebeten, die Polizei über die Notrufnummer 110 zu verständigen.

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