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„Ich bringe Deutsche um“: Lebhafter Abschiebungsversuch bei einem Afghanen, der inzwischen wieder frei ist

Nürnberg – Eigentlich eine Routineeinsatz, der dann eskalierte: Am Mittwoch sollte ein junger Afghane vom Unterricht in seiner Berufsschule zur Abschiebung abgeholt werden. 300 Demonstranten aus „dem linken Spektrum“ (Polizei) versuchten, das zu verhindern. Als die Demonstranten den Polizeiwagen, in dem der Flüchtling saß, blockierten und an der Abfahrt hinderten, holten die Beamten den jungen Mann aus dem Fahrzeug, um ihn in ein anderes Polizeiauto zu bringen. Dann eskalierte die Lage. Es kam zu Rangeleien und Angriffen auf die alarmierten Polizeikräfte, die mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen die Randalierer vorgingen. Die Bezirksregierung beschrieb später das Verhalten des Afghanen als „unkooperativ“. So habe der sich acht Mal geweigert, an seiner Passbeschaffung in Afghanistan mitzuwirken. Er war ohne Reisedokumente in Deutschland angekommen.

Der Jugendliche sollte danach am Abend noch in sein Heimatland abgeschoben werden. Der Flug wurde schließlich nach dem verheerenden Terroranschlag in Kabul abgesagt. Inzwischen ist der 20-Jährige wieder auf freiem Fuß. Bei der Vernehmung in der Polizeiwache soll er zuvor nach Aussage der Beamten gesagt haben: „„In einem Monat bin ich eh wieder hier und bringe Deutsche um.“

Bildquellen

  • Abschiebung_Afghane_Nürnberg: kelleCOM

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